Wie ein Nervensystem durchzieht die IT-Infrastruktur alle Bereiche von Pistor. Die Fachmänner Christian Deyerl und Erwin Portmann erzählen, wie die Zuverlässigkeit dieses Netzwerks gesichert wird. 

In Kürze
  • Über 200 Schnittstellen gibt es in der IT-Infrastruktur von Pistor.

  • Redundante Systeme sichern Daten und Prozesse bei Ausfällen zuverlässig ab.

  • Zeitversetzte Backups schützen zentrale Datenbanken zusätzlich vor Viren.

  • Die IT und externe Partner überwachen die Systeme rund um die Uhr für stabile Abläufe.

Logistik, Beschaffung, Marketing, Verkauf, Human Resources – alle Pistor Abteilungen arbeiten mit Daten. Die IT-Systeme der Grosshändlerin verwalten und transportieren diese Daten, ohne die das Tagesgeschäft nicht möglich wäre. Die Entwicklungs-Leiter Christian Deyerl und Erwin Portmann betreuen die Systeme. «Online-Shops, Produkt- und Kundendatensysteme, Lkw-Telematik – insgesamt gibt es über 200 Schnittstellen, zwischen denen täglich eine Million Datensätze verkehren», erklärt Erwin Portmann. Zuverlässigkeit ist zentral: «Unsere Hauptsysteme müssen täglich 20 bis 24 Stunden verfügbar sein», erklärt Christian Deyerl. «Ein Ausfall von mehr als zwei Stunden macht es schwer, am Folgetag zuverlässig zu liefern.» Darum hat Pistor zahlreiche Vorkehrungen getroffen.

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Erwin (links) und Christian sorgen mit ihren Teams für eine widerstandsfähige IT-Infrastruktur.

Onlineshop, Kundendaten – alles sicher

«Wir verfügen über moderne, schnelle, zuverlässige Systeme von Oracle», erzählt Erwin Portmann. «Von vielen gibt es eine Zweitversion, die binnen kürzester Zeit synchronisiert wird und bei einem Ausfall der Hauptversion ohne Datenverluste einspringen kann. Von der zentralen Datenbank gibt es sogar eine dritte Version, die zeitversetzt synchronisiert wird. Sollte sich in den ersten beiden Versionen ein Virus einnisten, können wir die Synchronisierung stoppen und haben eine vollständige Datenbank ohne Virus.» Für den Datenaustausch zwischen den Systemen gibt es geteilte Speicherorte statt Direktverbindungen: «Fällt ein System aus, kann das andere mit den geteilten Daten weiterarbeiten», erklärt Christian Deyerl. 

Fällt ein System aus, kann das andere mit den geteilten Daten weiterarbeiten.

Christian Deyerl

Teamleitung WMS Entwicklung

Rundum vorbereitet

Auch die physische Sicherheit der Systeme ist wichtig: Das Pistor Rechenzentrum liegt im 2. Stock, damit es bei einer Überschwemmung nicht betroffen wäre. Leitstand und IT überwachen die Systeme laufend und greifen bei Fehlern sofort ein. Notfalls hilft ein externer Intralogistik-Partner 24 Stunden am Tag. Über 90 Prozent der Bestellungen werden heute elektronisch an Pistor übermittelt, und in den Warenumschlagszentren wird weitgehend automatisch eingelagert und bereitgestellt – man darf froh sein, dass die Pistor IT so engagiert für die unverzichtbare Zuverlässigkeit sorgt.

Bilder: Pistor AG, Getty Images: Just_Super

Insgesamt gibt es über 200 Schnittstellen, zwischen denen täglich eine Million Datensätze verkehren.

Erwin Portmann

Leitung Applikations-Entwicklung

raphael dorigo salat

Raphael Dorigo

Interviewer

Als Sprachgourmet kreiere ich leidenschaftlich Texte, die mehr sind als Wortsalat.

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