25. Februar 2026
Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.
Der Zuckerpreis stabilisiert sich, während Eier weiter teuer bleiben.
Mandeln
Die Verschiffungszahlen vom Januar zeigten, dass knapp 10 % weniger kalifornische Mandeln als im Vorjahr verladen wurden. Besonders der Inlandabsatz fällt erneut negativ auf, der nun das sechste Mal in Folge im zweistelligen Prozentbereich hinterherhinkt. Weiter zeigte der Positionsbericht vom Januar, dass die Anlieferungen der Erzeuger um gut 1 % zurückgingen, wodurch eine Ernte von etwa 1.22 Mio. Tonnen erwartet wird. Die Blütezeit für die nächste Ernte hat nun begonnen und die Wetterbedingungen werden mit Spannung verfolgt, da diese einen grossen Einfluss auf die aktuellen Preise haben können.
Haselnusskerne
Die hohen Haselnusspreise im Jahr 2025 haben dazu geführt, dass die Türkei 26.15 % weniger Haselnüsse exportiert hat. Im Jahr 2025 waren es 238'704 Tonnen Haselnüsse, die verkauft wurden – ein Niveau, das zuletzt in den 1980er-Jahren erreicht wurde. Dadurch hat die Türkei wertvolle Marktanteile verloren. Im Jahr 2025 hat die EU den grössten Teil der Haselnüsse aus Chile und nicht mehr aus der Türkei bezogen.
Zucker
Der vorausgesagte globale Angebotsüberschuss für die Saison 2025/2026 wurde leicht nach unten korrigiert, liegt jedoch mit etwa 3.5 Mio. Tonnen noch auf einem sehr hohen Niveau. Der erwartete Überschuss für die Saison 2026/2027 wurde hingegen erneut nach oben angepasst. Auch in Europa sind die Lagerbestände weiterhin hoch. Die Nachfrage nach Zucker ist eher klein und die Preise haben sich auf tiefem Niveau stabilisiert.
Kakao
Die Preise am Weltmarkt sind in den letzten Monaten rückläufig gewesen. Die Preisabschläge per Anfang 2026 bei den Couverturen und kakaohaltigen Halbfabrikaten wurden am Markt umgesetzt.
Schweizer Eier, Boden- und Freilandhaltung
Die Nachfrage nach Schweizer Eiern ist nach wie vor grösser als das Angebot. Diese Ausgangslage gibt den Produzenten aktuell einen Vorteil, um ihre gestiegenen Kosten und Preisforderungen am Markt durchzusetzen. Um die Verfügbarkeit weiterhin gewährleisten zu können, müssen aktuell höhere Preise bezahlt werden. Kurzfristige Lieferengpässe bis Ostern sind trotzdem nicht auszuschliessen.
Schweizer Eier, Bio Suisse Knospe
In der Bio-Produktion werden alle männlichen Küken (sogenannte Bruderhähne) ab dem 01.01.2026 aufgezogen. Diese Haltung ist ein wichtiger Beitrag zum Tierwohl, verursacht jedoch erhebliche Mehrkosten. Die Kosten für Stallplatz, Betreuung und Futter fallen entsprechend höher aus und können nicht durch den Fleischverkauf finanziert werden. Aus diesem Grund werden diese Kosten von den Eiern, die die Schwestern legen, mitfinanziert. Zudem beeinflussen gestiegene Kosten für Energie, Löhne, strengere Auflagen sowie allgemeine Betriebskosten den Preis ebenfalls. Diesen Mehrkosten hat Bio Suisse in der neuen Richtpreiskalkulation für Bio-Eier Rechnung getragen. Der Aufschlag wird kumuliert per 01.03.2026 umgesetzt.
Speiseöle
Erdnussöl
Der internationale Preisrückgang für Erdnüsse hat dazu geführt, dass sich die Landwirte in Argentinien während der im Oktober und November erfolgten Aussaat für die 2026er-Ernte teilweise für andere Feldfrüchte entschieden haben. So ist die Aussaatfläche um ca. 17 % zurückgegangen. Tendenz stabil bis steigend.
Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO
Mit den russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur und das Transportwesen werden Verarbeitung und Transport von ukrainischer Sonnenblumensaat derzeit erschwert. Das kalte Wetter in Osteuropa hat die Kanäle zufrieren lassen, wodurch der Inlandsschiffverkehr unterbrochen wurde. Aufgrund des trockenen Wetters kommt die argentinische Sonnenblumenernte gut voran. Die Ernte wird derzeit als ertragreicher als im Vorjahr eingeschätzt. Auf Nachfrageseite bleibt die Kaufaktivität international hoch, da sich viele Marktteilnehmende aufgrund der unsicheren Schwarzmeer-Versorgung frühzeitig absichern. Der aktuell schwache USD wirkt für CHF-basierte Käufer:innen leicht preisdämpfend, vermag den Rohstoff-Preisanstieg aber nicht vollständig zu kompensieren. Tendenz steigend.
Rapsöl
Trotz der weltweiten positiven Erntezahlen haben politische Einflüsse dazu geführt, dass die weltweit gehandelte Menge an Saat rückläufig ist. Die hohen Importzölle Chinas auf kanadischen Raps haben dazu geführt, dass praktisch keine Verkäufe in Richtung China stattgefunden haben. Die Aussaat der Wintersaaten ist in Europa im vergangenen Herbst gut vorangekommen. Das milde Wetter bis in den Dezember hinein könnte jedoch die Frostbeständigkeit der Pflanzen negativ beeinflusst haben. Die Anbaufläche für Rapssaat in der Schweiz ist rückläufig. Tendenz stabil.
Preistendenzen 03/26
Neue Deklarationsvorschriften
Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.
Unser Qualitätssicherungsteam ist bei Fragen für Sie da:
+41 41 289 86 99