25. März 2026
Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.
Derzeit herrscht bei vielen Rohstoffpreisen Stabilität. Schweizer Käse aus Industriemilch wird günstiger.
Haselnusskerne
Es herrschen aktuell sehr grosse Preisunterschiede und die Verfügbarkeit ist je nach Sorte unterschiedlich. Qualitativ hochwertige Nüsse sind schwer zu finden, und obwohl die Haselnusspreise wieder etwas gesunken sind, liegt das Niveau noch immer über demjenigen aus den Saisons 2025 und 2024. Die Nachfrage bleibt weiterhin gering und die Exportzahlen liegen deutlich unter denen des Vorjahres. Die Regierung in der Türkei versucht, die Inflation gering zu halten. Die jährliche Inflationsrate von 31.53 % hat im Februar noch den Erwartungen entsprochen. Doch der Krieg im Iran hat dazu geführt, dass die Produktions- und Transportkosten stark gestiegen sind, und so wird das Risiko für eine höhere Inflation steigen.
Zucker
Die EU-Zuckerpreise haben sich auf einem tiefen Niveau eingependelt und die Kampagne 2025/2026 hat die erwartete Produktionsmenge nochmals leicht nach oben angepasst. Grund dafür waren überdurchschnittliche Erträge und eine starke Ernte in den wichtigen Anbauregionen. Die Nachfrage bleibt jedoch weiterhin verhalten und die Käufer:innen haben keinen Grund zur Eile, da die Lager voll sind und sich kein Versorgungsengpass abzeichnet. Für die kommende Kampagne geht man von einem Rückgang der Produktion aus. Gründe dafür sind unter anderem die Schliessung eines Produktionsstandorts in der Slowakei und die sich abzeichnende Reduktion der Anbauflächen für die Kampagne 2026/2027. In der Schweiz konnte die ungewohnt lange Kampagne am 21.02.26 abgeschlossen werden und auch hier konnte eine sehr gute Ernte verzeichnet werden. Durch die höheren Erträge nimmt auch der Selbstversorgungsgrad in der Schweiz deutlich zu.
Baumnüsse
FreshPlaza berichtete auf agroportal.ua, dass der Exportmarkt in der Ukraine im Jahr 2025 deutlich eingebrochen ist. Die Ukraine zählte in der Vergangenheit zu einem der führenden Anbieter von Baumnüssen. In den Jahren 2020-2024 erzielte die Branche Einnahmen in der Höhe von etwa 92 Mio. USD pro Jahr. Im Jahr 2025 sank der Exporterlös auf nur 9.2 Mio. USD. Weltweit hat die Produktion von Baumnüssen hingegen zugenommen. Gemäss dem United States Departement of Agriculture ist das globale Angebot in den letzten zehn Jahren um 35.8 % gestiegen.
Speiseöle
Erdnussöl
Der internationale Preisrückgang für Erdnüsse hat dazu geführt, dass sich die Landwirte in Argentinien während der im Oktober und November erfolgten Aussaat für die 2026er Ernte teilweise für andere Feldfrüchte entschieden. So ist die Aussaatfläche um ca. 17 % zurückgegangen. Tendenz stabil bis steigend.
Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO
Die derzeitige Verfügbarkeit von Sonnenblumenöl aus der Schwarzmeer-Region bleibt knapp. Es bleibt abzuwarten, ob die Verkaufsaktivität mit Eintreffen der südamerikanischen Ware auch in Europa steigt. Derzeit wird die Verfügbarkeit für den europäischen Markt durch Käufe aus den rumänischen Häfen in Richtung Türkei verknappt. Die argentinischen Ernteaussichten sind positiv. Tendenz stabil bis leicht steigend.
Rapsöl
Trotz der weltweiten positiven Erntezahlen haben politische Einflüsse dazu geführt, dass die weltweit gehandelte Menge an Saat rückläufig ist. Die hohen Importzölle Chinas auf kanadischen Raps haben dazu geführt, dass praktisch keine Verkäufe in Richtung China stattgefunden haben. Die Aussaat der Wintersaaten ist in Europa im vergangenen Herbst gut vorangekommen. Das milde Wetter bis in den Dezember hinein könnte jedoch die Frostbeständigkeit der Pflanzen negativ beeinflusst haben. Die Anbaufläche für Rapssaat in der Schweiz ist rückläufig. Tendenz stabil.
Kakao
Die Preise am Weltmarkt sind in den letzten Monaten rückläufig gewesen. Die Preisabschläge per Anfang 2026 bei den Couverturen und kakaohaltigen Halbfabrikaten wurden am Markt umgesetzt.
Schweizer Eier, Boden- und Freilandhaltung
Die Nachfrage nach Schweizer Eiern ist nach wie vor grösser als das Angebot. Um die Verfügbarkeit weiterhin gewährleisten zu können, müssen zum Teil höhere Preise bezahlt werden. Kurzfristige Lieferengpässe bis Ostern sind trotzdem nicht auszuschliessen, die Situation auf dem Eiermarkt ist angespannt.
Schweizer Käse aus Industriemilch
Nachdem per 01.02.2026 der Richtpreis für A-Milch um 4 Rp/Kg gesenkt wurde, werden nun auch nachgelagert die Preise bei Schweizer Käse aus Industriemilch gesenkt. Das sind z.B. Raclette, Tilsiter grün oder Luzerner Rahmkäse. Nicht betroffen von der Preisanpassung sind Sortenkäse wie z.B. Emmentaler AOP oder Le Gruyère AOP.
Extrahartkäse, Italien
Nach monatelangen Preissteigerungen ist beim Grana Padano DOP etwas Entspannung in den Markt gekommen und die Preise sinken seit Anfang Jahr wieder. Beim länger gereiften Parmigiano Reggiano DOP (Parmesan) zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Hier sind die Preise auf einem hohen Niveau immer noch stabil und steigen zum Teil sogar noch.
Preistendenzen 04/26
Neue Deklarationsvorschriften
Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.
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