28. September 2026

Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein

Haselnüsse werden günstiger, Mandeln und Kakao teurer. Auch Milchprodukte und Speiseöle steigen. Beim Zucker gibt Pistor einen Abschlag weiter.

Haselnusskerne

Der Haselnussmarkt zeigt sich entspannter als noch in der vergangenen Saison. Nach der frostbedingt sehr knappen Ernte im Jahr 2025 richtet sich der Blick nun auf die neue türkische Ernte im Jahr 2026, die deutlich höher erwartet wird. Zusammen mit dem Überbestand aus der alten Ernte und der verhaltenen Nachfrage der Industrie, sind die Preise wieder zurückgekommen. 

Mandeln

Die neue Ernte 2026 hat deutlich früher begonnen als in den vergangenen Jahren. Die ersten Anlieferungen zeigen, kleinere Erträge und Kaliber. Das führt dazu, dass die bisherigen Schätzungen zunehmend nach unten korrigiert werden. Aktuell rechnet man eher mit einer Ernte von 2,6 Milliarden Pfund. Hinzu kommen der kleinere Übertrag aus der Ernte 2025 und die starken Exportzahlen, was zu einem Preisanstieg bei Mandeln geführt hat. 

Zucker

Nachdem die Zuckerpreise vor dem Sommer noch auf einem relativ niedrigen Niveau waren, ist nun eine Trendwende am Zuckermarkt eingetreten. Die globalen Zuckerpreise sowie auch jene in der EU und der Schweiz haben nach dem heissen Sommer angezogen. Haupttreiber sind die anhaltende Trockenheit in Europa sowie die Aussicht auf ein starkes El-Niño-Ereignis um den Jahreswechsel. In der EU kam der lang ersehnte Regen für viele Rübenbestände zu spät, sodass besonders schwache Erträge in Frankreich, der Schweiz, Österreich und Süddeutschland erwartet werden. Zusammen mit der um rund 7 % kleineren Rübenanbaufläche rechnet man in der EU mit einem Rückgang von etwa 15 %. Auch in der Schweiz zeigen die jüngsten Proberodungen historisch tiefe Rübenerträge. Die Schweizer Zucker AG rechnet deshalb nur noch mit einer Produktion von 180’000 bis 190’000 Tonnen, nachdem im Vorjahr noch 240’000 Tonnen produziert wurden. Sollte sich diese Schätzung bestätigen, wäre dies die niedrigste Produktionsmenge seit rund 20 Jahren. Trotz des aktuell steigenden Marktumfelds können wir unseren Kund:innen jedoch einen Preisabschlag weitergeben.

Speiseöle

Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO

Die Preise für Sonnenblumenöl dürften kurzfristig auf einem hohen Niveau bleiben. Eine gute Ernte in der Ukraine, Russland und der EU könnte jedoch im vierten Quartal zu einer Preiskorrektur führen. Käufer:innen warten auf ein mögliches Schwarzmeer‑Abkommen, nachdem die Türkei einen Plan für einen sicheren Transit angekündigt hat. Die Ukraine dürfte verstärkt nach Europa exportieren, auch über Rumänien. Tendenz: stabil bis steigend.

Rapsöl/HOLL-Rapsöl

Die Ausweitung der Anbauflächen in Europa verbessert die Produktionsaussichten. Erträge, Düngemittelpreise, Logistik und die Nachfrage aus dem Biokraftstoffsektor machen den Markt jedoch anfällig für Preisschwankungen. Die CH-Ernte wurde gehandelt, die Preise liegen über dem Vorjahr. Tendenz stabil bis steigend

Milchprodukte Schweiz

Die Branchenorganisation Milch (BOM) hat am 28. August beschlossen, dass der A-Milchrichtpreis per 1. Oktober 2026 um CHF 0,04/l erhöht wird. Diese Erhöhung ist eine direkte Folge der grossen Trockenheit in diesem Sommer. Die Milchanlieferungen gingen in den Sommermonaten stark zurück. Zudem wird erwartet, dass in den kommenden Monaten zu wenig Futter vorhanden sein wird und die Anzahl der Milchkühe reduziert werden könnte. Um die Milchmenge in den nächsten Monaten sicherzustellen, wurde eine kurzfristige Erhöhung des Milchpreises beschlossen. In der Folge erfahren die Schweizer Milchprodukte ab dem 1. Oktober 2026 einen Preisaufschlag.

Kakao

Die Preise für Kakao sind am Weltmarkt in den letzten Wochen wieder gestiegen. Die niedrigeren Kakaopreise von Anfang des Jahres wurden von den einzelnen Anbietern an die Preise der kakaohaltigen Produkte weitergegeben. Es ist noch nicht klar ersichtlich, ob die Produzenten die Preissteigerungen am Weltmarkt per Januar 2027 umsetzen werden.

Preistendenzen 10/26