19. Dezember 2025

Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.

Zum Jahresschluss entspannen sich nach langer Zeit die Kakaopreise auf dem Weltmarkt.

Mandeln

Die Verschiffungszahlen vom November sind 18 % tiefer als jene im Vorjahresmonat. Besonders die Verschiffungen nach Europa sind im November stark eingebrochen. War Ende Oktober noch ein Plus von 29 % gegenüber Vorjahr zu verzeichnen, so ist der Wert Ende November auf 2 % gefallen. Vom Jahresbeginn 2025 bis Ende November sind die Verschiffungen um 9 % zurückgegangen. 

Haselnusskerne

Ab Januar beeinflussen die Wetterbedingungen die nächste Ernte und rücken dadurch mehr in den Fokus. Es wird sich zeigen, ob es genügend Niederschlag und kalte Temperaturen für eine gute Entwicklung der nächsten Ernte geben wird. Ist es nämlich im Winter zu warm, gehen die Sträucher nicht in die Winterruhe. 

Zucker

Am 23.11.2025 musste die Zuckerproduktion in Frauenfeld aufgrund eines Defekts am Kalkofen gestoppt werden. Der Defekt kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Kampagne erst zu zwei Dritteln abgeschlossen worden war. Für die Zuckerproduktion bedeutete das, dass die noch verbleibenden 580‘000 Tonnen Rüben nach Aarberg gebracht werden mussten, um dort verarbeitet werden zu können. Dadurch verzögert sich der Abschluss der Rübenkampagne 2025. Die Schweizer Zucker AG betont aber, dass sich dieser Vorfall nicht auf die Verfügbarkeit des Schweizer Zuckers auswirken werde. 
Global entwickeln Angebot und Nachfrage wieder ein stärkeres Gleichgewicht und nach mehreren Jahren Angebotsdefizit könnte es in der Saison 2025/2026 zu einem Zuckerüberschuss kommen. Weltweit geht man von einer Produktion von ca. 188-190 Mio. Tonnen Zucker aus, der weltweite Verbrauch liebt bei ca. 180 Mio. Tonnen. In Europa wird die Ernte 2025/2026 leicht weniger umfangreich als diejenige aus dem Jahr 2024/2025 ausfallen. 

Speiseöle

Erdnussöl

Der Ertrag der weltweiten Produktion von Erdnussöl wird für das Marktjahr 2025/26 (Okt- Sept) Schätzungen zufolge auf dem Vorjahresniveau liegen. Die international gehandelte Menge wird jedoch rund 8 % niedriger als im Vorjahr erwartet. Der weltweite Verbrauch ist, so die Erwartung von Marktanalyst:innen, etwas höher als im Vorjahr. Tendenz stabil.

Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO

Bereits vor Beginn der europäischen Ernte war die argentinische Saat aus der Ernte im Frühjahr 2025 weitgehend ausverkauft. Somit besteht derzeit eine starke Abhängigkeit des Weltmarktes von der europäischen Ernte. Die Ukraine wird vermutlich leicht unter den bereits schwachen Erntemengen des Vorjahres liegen. Tendenz stabil bis leicht steigend.

Rapsöl

Die Ernte der Rapssaat ist sowohl in der EU als auch in Schweiz deutlich schlechter als im Vorjahr ausgefallen, bzw. auch deutlich schlechter als noch zu Beginn der Ernte angenommen. Die CH-Ernte liegt damit knapp unter der Vorernteschätzung vom Mai 2024 und gut 10 % unter der Vorjahresernte 2023. Damit dürften vor allem beim Raps HOLL Versorgungsengpässe bis zur nächsten Ernte im Juli 2025 auftreten. Tendenz stabil.

Olivenöl 

Die neue Olivenölkampagne (2025/26) beginnt mit widersprüchlichen Signalen: weltweit leicht rückläufige Schätzungen, eine sich stabilisierende Lage in Europa nach der Erholung 2024/25 und ein möglicher Aufschwung in Italien, der vom Süden getragen wird – jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die wichtigsten Faktoren, die die endgültigen Erträge beeinflussen werden, sind vor allem das Wetter, Risiken durch Hitze und Wassermangel. Einige Regionen wie Spanien rechnen dank günstigem Frühjahrsregen mit sehr guten Ernteaussichten. In Ländern wie Italien bleiben die Preise aufgrund tiefer Bestände und konstanter Nachfrage hoch. In anderen Regionen zeigen die Preise erste Signale der Stabilisierung, stehen aber durch Hitze und Trockenstress weiterhin unter Aufwärtsdruck. Tendenz leicht sinkend.

Kakao

Die Preise am Weltmarkt sind in den letzten Monaten rückläufig gewesen. Die Preiseabschläge per Anfang 2026 bei den Couverturen und kakaohaltigen Halbfabrikaten werden am Markt umgesetzt. 

Eier und Eiprodukte, EU

Der Eiermarkt in den wesentlichen Erzeugerländern der EU ist immer noch enorm angespannt. Die Nachfrage im privaten Konsum sowie auch im gewerblichen Bereich steigt nach wie vor. Innerhalb eines Jahres ist allein in Deutschland der Pro-Kopf-Eierkonsum um 10 Eier pro Kopf angestiegen. Auf der anderen Seite wütet in Europa seit Herbst die Vogelgrippe und dezimiert die bereits aus dem Vorjahr angeschlagenen Bestände.  Zusammengefasst: Die Nachfrage übersteigt das aktuelle Angebot massiv. Der Eierpreis liegt in Europa auf einem historischen Höchststand und es müssen kurzfristig Preisaufschläge akzeptiert werden, um die Verfügbarkeit in der Schweiz sicherstellen zu können. Langfristig kann wohl erst nach Ostern 2026 mit einer echten Entspannung gerechnet werden.

 Molkereiprodukte Schweiz

Mitte Dezember hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch entschieden, den A-Richtpreis per 01.02.2026 um 4 Rappen pro Kilogramm auf 78 Rp/kg zu senken. Der neu festgesetzte Richtpreis gilt für das ganze Jahr 2026. 
Die Auswirkungen auf die einzelnen Produktepreise werden in den nächsten Wochen bekannt und so bald wie möglich kommuniziert.
 

Preistendenzen 01/26

Info

Neue Deklarationsvorschriften

Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.

Mehr Informationen 

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