28. Mai 2026
Pistor ist am Markt dabei und setzt sich für Sie ein.
Aktuell sind die Preise auf dem Weltmarkt insgesamt stabil, bis auf das teurer werdende Rapsöl.
Mandeln
Die Verschiffungszahlen des Almond Board of California zeigten, dass die kalifornischen Mandel-Lieferungen im April rückläufig waren. Insgesamt wurden 9 % weniger als im Vorjahresmonat verschifft. Besonders die Exporte gingen um 11 % zurück, während die Inlandslieferungen leicht um 1 % sanken. Seit Jahresbeginn liegen die Gesamtlieferungen 3 % unter Vorjahr, wobei die Exporte insgesamt dennoch leicht um 1 % gestiegen sind. Die Lagerbestände liegen mit 1,42 Mrd. Tonnen leicht unter Vorjahresniveau, während die ungebundenen Bestände gestiegen sind. Die bisherige Ernte belief sich auf ca. 1,22 Mio. Tonnen. Für die kommende Ernte 2026 wird eine ähnlich grosse Produktion wie im Vorjahr erwartet, mit rund 1,23 Mio. Tonnen. Das zeigt die subjektive Schätzung des US-amerikanischen National Agricultural Statistical Service und bestätigt damit auch weitgehend die Erwartungen der Industrie. Erstmals geht seit 1995 nebst der gesamten Anbaufläche auch die produktive Anbaufläche zurück. Gleichzeitig stehen die Produzenten unter starkem Kostendruck: Höhere Preise für Treibstoff, Dünger und Energie sowie geringe Wasserzuteilungen und schwierige Wetterbedingungen belasten die Branche zusätzlich.
Haselnusskerne
Türkische Exporteure gehen davon aus, dass einige EU-Akteure auf andere Nüsse umgestellt haben, und erklären dadurch die sinkende Nachfrage nach türkischen Haselnüssen. Offizielle Importstatistiken der EU zeigen jedoch einen deutlichen Anstieg von 31 % von importierten Haselnüssen. Diese kommen jedoch mehrheitlich nicht mehr aus der Türkei, wie in den vergangenen Jahren, sondern aus Chile. Chile konnte deutliche Marktanteile gewinnen. Rund 44 % aller importierten Haselnüssen in der EU kommt aus Chile, das ist viermal mehr als in der letzten Saison.
Zucker
Der internationale Zuckermarkt zeigt sich derzeit stabil bis leicht fest. Während die weltweite Produktion insgesamt solide ausfällt, sorgen wetterbedingte Unsicherheiten in wichtigen Anbauregionen wie Brasilien, Indien und Thailand weiterhin für Preisschwankungen. Besonders Trockenheit und unregelmässige Niederschläge beeinflussen die Erwartungen an die kommende Ernte. In Europa bleibt der Markt trotz zuletzt rückläufiger Weltmarktpreise unter Kostendruck. Hohe Energie-, Transport- und Produktionskosten belasten die Hersteller in Zukunft, auch wenn sich die internationalen Zuckerpreise zuletzt abgeschwächt haben.
Kakao
Die Preise am Weltmarkt sind in den letzten Monaten rückläufig gewesen. Preisabschläge werden laufend auf den kakaohaltigen Produkten weitergegeben.
Speiseöle
Erdnussöl
Während die Ernte in China zufriedenstellend ausgefallen ist, ist in den letzten Monaten die Nachfrage der Endkonsumenten auf dem chinesischen Markt nach Erdnussöl zurückgegangen. Dies wird vor allem auf die gute lokale Versorgung mit Sonnenblumenöl zurückgeführt, das von den Konsumenten bevorzugt werde. In Argentinien wird mit einer Erholung der Produktionszahlen gerechnet. In Brasilien hingegen wird aufgrund von ungünstigen Wetterverhältnissen mit einem Rückgang der Produktion gerechnet. Tendenz stabil.
Sonnenblumenöl/Sonnenblumenöl HO
Der Sonnenblumenölmarkt steht weiterhin unter Druck. Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen (Dürreprobleme in mehreren Produktionsländern) sowie der geopolitischen Instabilität im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten (steigende Transportkosten) sind die Preise für beide Qualitäten erneut gestiegen. Die Nachfrage nach Sonnenblumenöl und Sonnenblumenöl H.O. bleibt weiterhin auf hohem Niveau. Tendenz leicht steigend.
Rapsöl
Für das Erntejahr 2026 zeichnet sich in der Schweiz eine insgesamt angespannte Situation im Rapsmarkt ab. Die Anbaufläche ist im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig, was sich direkt auf das Produktionspotenzial auswirkt. Dieser Rückgang ist insbesondere auf Einschränkungen im Pflanzenschutz sowie den damit verbundenen erhöhten Druck durch Insektenbefall zurückzuführen. Insgesamt ist daher von einer mittelmässigen Ernte mit bestehenden Unsicherheiten auszugehen. Tendenz steigend.
Preistendenzen 06/26
Neue Deklarationsvorschriften
Aufgrund der kommenden Knappheit von Sonnenblumenöl hat der Bundesrat entschieden, bis Ende 2023 die Deklarationsvorschriften von Zutaten zu lockern, damit Öl-Alternativen flexibel deklariert werden können.
Unser Qualitätssicherungsteam ist bei Fragen für Sie da:
+41 41 289 86 99