Seit vier Generationen ist der Landgasthof Seelust im Oberthurgau verwurzelt. Frisches kommt aus der Region. Bei lagerfähigen Food- und Non-Food-Produkten vertraut der Betrieb auf Pistor und auf eingespielte Abläufe, persönlichen Kontakt und gemeinsame Werte.
Die Seelust ist seit vier Generationen im Oberthurgau verwurzelt.
Frische Produkte stammen aus der Region, Pistor ergänzt das Sortiment gezielt.
Seit fast 20 Jahren verbindet die Seelust und Pistor eine verlässliche Partnerschaft.
Persönlicher Kontakt und Mitdenken machen für Thomas Hasen den Unterschied.
Gebündelte Lieferungen und kurze Transportwege unterstützen eine nachhaltige Logistik.
Erweitert, angepasst, umgebaut
Geht man auf einen Rundgang durch den grosszügigen Landgasthof Seelust in Egnach TG, begegnet man seiner langen Geschichte auf Schritt und Tritt. Das frühere Bauernhaus ist über Jahrzehnte gewachsen, wurde erweitert, umgebaut und immer wieder neuen Bedürfnissen angepasst. «Bei uns geht es nicht einfach geradeaus», sagt Thomas Hasen mit einem Lachen. Die vielen Ecken des Hauses erzählen davon, wie aus der «Hofbeiz» von damals ein vielseitiger Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde.
Vom Bauernhof zur See-Familie
Bereits 1850 wurde die «Seelust» als Bauernwirtschaft betrieben. Heute führt Thomas Hasen den Landgasthof gemeinsam mit seiner Frau Nicole Hasen-Eigenmann in vierter Generation. Zur «See-Familie» gehören auch das 2016 eröffnete Restaurant Seehuus direkt am Bodensee sowie der Campingplatz Seehorn. Die Verantwortung ist Familiensache: Matthias und Jennifer Hasen-Teuscher kümmern sich hauptsächlich um das «Seehuus», Christine und Urs Zellweger-Hasen um den Campingplatz. Starre Zuständigkeitsgrenzen gibt es nicht. Thomas Hasen kümmert sich unter anderem um den Einkauf, das Rechnungswesen und die Küche und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als Hüttenwart – als einer, der dort anpackt, wo er gerade gebraucht wird.
Landgasthof Seelust
9322 Egnach
Geschichte: Aus einer Bauernwirtschaft, die bereits 1850 Gäste bewirtete, ist über vier Generationen ein vielseitiger Familienbetrieb entstanden. Seit 1918 ist die Familie Hasen mit der «Seelust» verbunden. Heute führen Thomas Hasen und seine Frau Nicole Hasen-Eigenmann den Landgasthof mit Hotel, saisonal ausgerichtetem Restaurant, Bankett- und Seminarräumen sowie Cateringangebot. Restaurant und Hotel sind an 364 Tagen im Jahr geöffnet.
Küche: Die Küche ist mit 14 Gault-Millau-Punkten und drei Kronen der Gilde etablierter Schweizer Gastronomen ausgezeichnet.
Betriebe: Zur «See-Familie» gehören auch das 2016 eröffnete Restaurant Seehuus am Bodensee sowie der Campingplatz Seehorn. Das «Seehuus» verbindet regionale und saisonale Küche mit Seeblick und Räumen für Feiern. Der Campingplatz bietet direkten Seezugang, grosszügige Stell- und Zeltplätze, Mobilheime und Pod Houses. 2026 wurde er mit dem Swiss Camping Award ausgezeichnet.
Mitarbeitende: Mit rund 40 Jahresstellen, etwa 12 Teilzeitstellen und 15 Lernenden ist die «See-Familie» auch als Arbeitgeberin fest in der Region verankert. Die Nachwuchsförderung hat Tradition – mit Erfolgen an den Swiss Skills und bei internationalen Escoffier-Wettbewerben.
Regional beschaffen – mit Pistor gezielt ergänzen
Diese Bodenständigkeit prägt auch den Einkauf. Fleisch, Fisch, Gemüse und Milchprodukte bezieht die «Seelust» von Partnern aus der Region. «Und solange es im Dorf noch eine eigenständige Bäckerei gibt, soll auch das Brot von dort kommen. Das ist unsere DNA. Wir sind im Dorf füreinander da», sagt Hasen. Dabei gehe es nicht darum, bei jeder Bestellung auf den letzten Rappen zu achten, sondern um Kontinuität und den Erhalt lokaler Strukturen.
Alles aus einer Hand
Pistor steht dazu nicht im Widerspruch – im Gegenteil. Die Grosshandelspartnerin ergänzt, was vor Ort nicht oder nicht in der benötigten Menge und Qualität erhältlich ist. Über Pistor bezieht die «Seelust» lagerfähige Grundprodukte für die Küche. Hinzu kommen Reinigungsprodukte, Papier- und Hygieneartikel sowie Verbrauchsmaterial für den Hotelbetrieb. Indem verschiedene Warengruppen gebündelt geliefert werden, reduziert sich die Zahl der Anfahrten.
Partnerschaft auf Augenhöhe
Dass Pistor nicht nur liefert, sondern auch mitdenkt, zeigte sich bei einem Anlass im Frühling. Dafür bestellte die «Seelust» 120 Kilogramm gemischte Snack-Nüsse, also deutlich mehr als üblich. Bereits kurz nach der Eingabe meldete sich die zuständige Innendienstmitarbeiterin Petra Köhli und fragte nach, ob die Menge tatsächlich stimme oder versehentlich eine Null zu viel erfasst worden sei. «Dieses Mitdenken ist wahnsinnig viel wert», sagt Thomas Hasen. Für ihn ist dies Ausdruck einer Partnerschaft, die über die reine Warenlieferung hinausgeht.
Die Zusammenarbeit besteht seit fast 20 Jahren. Langfristigkeit ist für die Familie Hasen grundsätzlich wichtig – bei Gästen und Mitarbeitenden ebenso wie bei den Lieferanten. Dazu gehört für ihn auch der persönliche Kontakt im Kleinen. Wenn der Fahrer bei der Anlieferung kurz in den Betrieb kommt und Grüezi sagt, ist das für Hasen keine Nebensache: «Er ist das Gesicht des Lieferanten.»
Unsere Pistor Kundenberater fragen nach. Dieses Mitdenken ist uns sehr viel wert.
Thomas Hasen
Geschäftsleiter
Gemeinsam unterwegs in Richtung Zukunft
Eine weitere Verbindung der beiden Partner sieht Thomas Hasen beim Thema Nachhaltigkeit. Die «Seelust» versucht, Anfahrten zu bündeln und dort Fortschritte zu erzielen, wo dies im betrieblichen Alltag möglich ist. Pistor verfolgt mit ihrer Ostschweizer Verteilzentrale in Sennwald denselben Weg: Die Waren gelangen nachts per Bahn von Rothenburg in die Ostschweiz und werden von dort aus fein verteilt. So verkürzen sich die Strassentransporte.
Kurze Wege in die Ostschweiz
Seit Mai 2025 versorgt Pistor über ihre 9000 Quadratmeter grosse Verteilzentrale in Sennwald SG Bäckereien, Gastronomiebetriebe und Einrichtungen des Gesundheitswesens in der Ostschweiz. Das Liefergebiet umfasst die Kantone Thurgau, St. Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, Graubünden sowie Glarus und das Fürstentum Liechtenstein.
Die Waren gelangen nachts per Bahn vom Hauptsitz in Rothenburg LU nach Sennwald und werden am frühen Morgen auf die Lastwagen verladen.
Man zieht am gleichen Strang
Für Thomas Hasen zeigt sich eine gute Partnerschaft nicht in grossen Worten, sondern im täglichen Funktionieren: Produkte sind verfügbar, Bestellungen kommen pünktlich an, ungewöhnliches Bestellverhalten wird hinterfragt und der persönliche Umgang bleibt erhalten. Oder wie es zu einem Haus passt, das seit Generationen weiterentwickelt wird: Man kennt einander, denkt mit und zieht langfristig am gleichen Strang.
Text: Original von Andrea Decker, Hotellerie Gastronomie Zeitung
Bilder: Jakob Ineichen