Wie werden Gummibären «geboren»? Die Antwort findet sich im Aargauer Surbtal, in der Nähe von Baden. Hier sind die drei Firmen Domaco Dr. med. Aufdermaur AG, Schokoladenmanufaktur E575 Gmbh und MamaMo® zuhause. Das Trio steht für hervorragende Qualität.
Ein Blick hinter die Kulissen: So entstehen Gummibärchen.
Drei Firmen vereinen das Know-how für die hochwertige Produktion.
Schritte der Herstellung: Kochen, Aromatisieren, Giessen und Trocknen der Masse.
Qualität durch erstklassige Rohstoffe, Kontrollen und sorgfältige Verarbeitung.
Verpackung und Verkauf in Bäckereien und Feinkostläden.
Das Trio für hervorragende Qualität:
Domaco Dr. med. Aufdermaur AG
Weststrasse 16
5426 Lengnau AG
Das Kerngeschäft der Domaco Dr. med. Aufdermaur AG ist die Herstellung massgeschneiderter Produkte in verschiedenen galenischen Formen wie Hartbonbons, Weichpastillen (auf Basis von Gelatine, Gummi Arabicum und Pektin), von Instant-Getränken sowie weichschmelzenden Tabletten für Arzneimittel und Süsswaren.
Gegründet: 1922 von Dr. med. Aufdermaur. 1962 übernahm der Aargauer Tüftler und Pionier Alfons Meier das Unternehmen. Er erfand unter anderem die erste zuckerfreie Pastille sowie den Instant-Eistee.
Leitung: Heute führt und gehört Silvia Huber-Meier das Unternehmen.
E575 GmbH
Weststrasse 5
5426 Lengnau
Die Süsswaren- und Schokoladenmanufaktur E575 GmbH verarbeitet erstklassige Schweizer Premium-Schokolade von Max Felchlin und Süsswaren in Kundengeschenken oder Give-aways.
Gegründet: 2000 von Alfons Meiers Sohn Andi Meier. Er erlernte sein Handwerk als Konditor-Confiseur bei Sprüngli.
Leitung: Andi Meier
Einblick in die Geburtsstätte der Gummibärchen
Kinder mögen Gummibärchen, das ist seit den 1930er Jahren allgemein bekannt. Drei Jahrzehnte später wurde der bekannte Slogan mit der Zielgruppe der Erwachsenen ergänzt. Und was Gross und Klein in Deutschland schmeckt, ist auch in der Schweiz beliebt. Silvia Huber-Meier, Inhaberin der Domaco Dr. med. Aufdermaur AG, und Andi Meier, Geschäftsleiter von MamaMo®, haben Pistor einen spannenden Einblick in die Geburtsstätte der beliebten Bärchen gewährt.
Kochen
Im Kessel entsteht in einem ersten Schritt die Grundmasse aus je einem Drittel Wasser, Glukose und Zucker. Das Gemisch wird erhitzt, bis der Zucker vollständig gelöst ist. Dann kommt das Geliermittel dazu: Gelatine, Pektin oder Agar-Agar für die vegane Variante. Je nach Mittel braucht es andere Temperaturen und pH-Werte.
Aromatisieren
Die Gummibärchen gibt es in den vier Geschmacksrichtungen Himbeere, Orange, Zitrone und Cola. Es werden nur natürliche Rohstoffe verwendet. Mit Wasser verdünntes Beerenkonzentrat bringt den fruchtigen Geschmack, Karmin, Carotin und Kurkumaextrakt sorgen für die leuchtenden Farben. Eine Charge wiegt rund 1000 Kilogramm. Die Verwiegestation bereitet die Mengen vor.
Giessen
Das Herzstück des Herstellungsprozesses ist die Giessmaschine. Sie produziert die Bärchen im sogenannten Stärke- oder Pudergussverfahren. Ein Stempelbrett drückt die Formen in die mit Maisstärke gefüllten Rahmen. Die Mulden – je nach Sujet 180 bis 480 pro Brett – werden anschliessend mit der vorbereiteten Masse gefüllt.
Trocknen
Die Giessmasse braucht bis zu 48 Stunden für die gewünschte Festigkeit und ihre typische Kaustabilität. Während dieser Lagerzeit entzieht das Maispulver der Masse Feuchtigkeit.
Auspudern
Die Rahmen kommen wieder in die Maschine. Sie dreht jeden Rahmen um. Bärchen und Mehl fallen heraus. Die Maisstärke wird gesiebt und wiederverwendet. Die Pastillen oder Bärchen werden gereinigt. Die Sortiermaschine prüft auf Fehler, der Metalldetektor auf Fremdkörper. Die finale Kontrolle führt eine Mitarbeiterin von Hand durch.
Glänzen
In der Trommel erhalten die Pastillen und Bärchen den letzten Schliff. Eine Honigmischung verleiht ihnen den gluschtigen Glanz. Anschliessend lagern die Produkte nochmals bis zu 14 Tage, damit die Restfeuchtigkeit verschwindet.
Verpacken
Für Werbegeschenke und Give-aways füllt die Mehrfachtrichtermaschine die Bärchen in Beutel ab: vier pro Tütchen. Für MamaMo® landen die süssen in rosa-weiss gestreiften Beuteln, die sauren in grün-weiss gestreiften. Diese kommen zum Verkauf in Bäckereien und Feinkostabteilungen.
Bilder: Jürg Waldmeier